Wir werden in Bezug auf Geld sehr genau hinschauen,
weil wir so manche Zahl noch nicht vollständig durchblicken.

Wir versuchen zur Zeit, uns eine gewisse Transparenz zu verschaffen, indem wir mit verfügbaren Zahlen selbst weiter rechnen. Die Ergebnisse sind halt derzeit noch so ungenau, wie unsere Annahmen noch ungenau sind.


Ein Beispiel:

Die Stadt Bad Harzburg behauptet im Netz, dass sie ca. 400 Beschäftigte hat. Da im offiziellen Haushaltsplan der Stadt Bad Harzburg keine konkrete Zahl für die Personalkosten im Verwaltungsbereich genannt ist, kann man den Personalaufwand in diesem Bereich nur schätzen. Geht man von rund 400 Beschäftigten aus, und unterstellt ein durchschnittliches Bruttogehalt nach TVöD-VKA von etwa 3.400 € pro Monat, würde sich folgende Rechnung ergeben:

  • 400 × 3.400 € × 12 Monate = 16.320.000 € Bruttolohnsumme.
  • Rechnet man die üblichen Arbeitgebernebenkosten (ca. 23 %) hinzu,
  • dann liegt der gesamte Personalaufwand bei rund 20 Mio. € pro Jahr.

Laut dem Niedersächsischen Landesamt für Statistik entfallen im Durchschnitt etwa 39,6 % der kommunalen Ausgaben auf Personalkosten. Überträgt man diesen Durchschnitt auf Bad Harzburg, ergibt sich bei einem Gesamthaushalt von rund 52 Mio. € (laut Haushaltsplan 2025), dann ergibt sich auch für Bad Harzburg ein rechnerischer Personalaufwand von eben diesen 39%. Die Zahl dürfte also passen.


Die Stadt plant für 2026 ein Defizit von über 6 Millionen Euro. Um dieses Defizit zu beseitigen, müssten die Personalkosten um 1/3 gesenkt werden.


Personalkosten senken?

Wenn man vermeiden möchte, dass das auf dem Rücken der einzelnen Mitarbeiter ausgetragen wird, dann muss man rechtzeitig nach neuen, besseren Lösungen suchen – und das ist aus meiner Sicht nur möglich, wenn man in eben diesem Umfang Stellen abbaut. Dafür kommt nur die Verwaltung in Frage, weil es bei den technischen Mitarbeitern oder in den Kindergärten etc. ja weiterhin nicht ohne Mitarbeiter laufen kann.


Wenn das nötig ist – dann jetzt!

Eine derart gravierende Reform ist nur möglich, wenn Bad Harzburg mit Goslar zusammengeht. Und dafür gibt es ggf. keinen besseren Zeitpunkt als jetzt – weil in den nächsten 5 Jahren eben auch bei der Stadt Goslar und beim Lankreis Goslar die Stellen der Babyboomer neu besetzt werden müssen. Nur jetzt ist es möglich, die Personalkosten derart massiv zu senken, ohne dass Mitarbeiter dabei Schaden nehmen.


Es geht sowieso nicht anders!

Es ist ohnehin nicht möglich, die Stellen der Babyboomer alle neu zu besetzten. Lesen Sie dazu auch unter „Personal“ und unter „überall gegenwärtig„.


Am Haushalt „herum basteln“ wird an dem Problem nichts ändern.
Wir brauchen eine grundlegende Reform!