von Klaus Marwede:
Es gab bereits eine Initiative die Rudolf-Huch-Straße in Bad Harzburg umzubenennen (siehe Goslarsche Zeitung). Hintergrund sind die antisemitischen Schriften von Rudolf Huch.
Unter dem Motto „Tacheles!“ hat der Verein Spurensuche am 31.8.2026 im Bündheimer Schloss gezeigt, wie der Antisemitismus sich hier in Bad Harzburg ganz konkret ausgewirkt hat. Und in dem Zusammenhang habe ich ein neues Beispiel kennengelernt, wie die Bad Harzburger Politik auf historisch unangenehme Themen reagiert.
Sie kriegen die AfD nicht aus dem Schloss – und sie kriegen historisch belastete Straßennamen nicht ausgetauscht. Sie benennen die Stadtmitte um in „Jungbrunnenplatz“ – das klappt – aber die Rudolf-Huch-Straße umzubenennen, – das kriegen sie irgendwie nicht hin.
Wer war Rudolf Huch?
Das war ein deutscher Jurist, Schriftsteller und Essayist (1862–1943), dessen historisches Erbe wegen nationalistischer und antisemitischer Schriften (wie Israel und wir) sehr umstritten ist.
Ein anwesende Geschichtslehrerin hat es aus dem Publikum heraus ganz gut auf den Punkt gebracht. Sie fragte, warum man eine solche Straße nicht einfach umbenennt. Und eine entsprechende Initiative gab es wie gesagt auch schon (siehe Goslarsche Zeitung).
Schade!
